Krankenhäuser in den Oblasten Donezk und Luhansk wurden saniert, um die Behandlungs- und Hygienebedingungen zu verbessern und so das Risiko der Verbreitung von Covid-19 sowie anderen Infektionen zu verringern.

Als die Covid-19-Pandemie vor über einem in die Ukraine kam, befanden sich unsere Projekte zur Verbesserung des Gesundheitswesens in der Ostukraine noch in der Planung. Es war uns sofort klar, dass unsere Partnergemeinden und deren Krankenhäuser dringend, schnelle Unterstützung benötigen.

Im Laufe einer raschen Bedarfsanalyse wählten wir im Sommer 2020 12 Krankenhäuser aus: sieben in den regierungskontrollierten Gebieten (GCA) der Oblaste Donezk und fünf im GCA Luhansker Oblast.

Die spezifischen Bedürfnisse jedes einzelnen Krankenhauses waren unterschiedlich und rangierten von Zonierung und Trennwände, um die Ströme von Patient*innen zu trennen, bis hin zu Sensoren für Schiebetüren und Wasserhähne. So lieferten wir innerhalb kürzester Zeit Equipment, renovierten Sanitäreinheiten und stellten Ausrüstungen für Patientenbehandlung zur Verfügung.

Nun was wurde getan und welche Wirkung hatten unsere Interventionen?

In dem Krankenhaus Nr. 3 in Kramatorsk, das als Covid-19-Behandlungsanlage der „ersten Welle“ bestimmt wurde, wurde das Labor saniert, welches die Covid-19-Proben untersucht. Zudem wurden neue Fenster und Außentüren, neue Waschtische und Waschbecken installiert und moderne Mittel zur Handhabung von medizinischen Proben geliefert.

Das in der Stadt Kostjantyniwka im Oblast Donezk gelegene zentrale Infektions-Krankenhaus, welches monatlich bis zu 200 Covid-Patienten behandelt, wurde durch Installation von den neuen automatischen Innentüren aus Metall unterstützt. In den Seitenflügeln des Gebäudes halfen wir mit der Zonierung, um die Ströme von Patientinnen zu trennen und so die Verbreitung von Covid-19 innerhalb des Krankenhauses zu verhindern. Mehrere Zimmer für Covid-19 Patienten erhielten neue Fenster.

In den Stadtkrankenhäusern in Myrnohrad (Donezker Oblast) wurden Heizkessel für Warmwasserversorgung von den Zimmer mit Covid-19-Patient*innen sowie die neuen Waschtische installiert.

Im Krankenhaus in Welyka Nowosilka (Donezker Oblast) wurden die Zimmer mit Covid-19-Patient*innen saniert. Zudem wurden auch dort Trennwände installiert, um die Ströme von Patientinnen zu trennen, sowie Warmwasserheizkessel, neue Wasserbecken und Duschkabinen bereitgestellt und eingebaut.

In dem Zentralkrankenhaus der Stadt Torezk (Donezker Oblast) wurde das Labor saniert sowie Sanitäranlagen, wie Duschkabinen, Wasserbeckeneinheiten und Warmwasserheizkessel, installiert.

Die Patient*innen des Kreiskrankenhauses in Wolnowacha (Donezker Oblast) können jetzt von der komplett renovierten Krankenhauswäsche profitieren, mit frisch fertig gestellten Wänden und Bodenbelag, Fenstern, Innentüren, modernisierter Beleuchtungsverkabelung und modernen Warmwasserheizkesseln, Duschkabinen und Wasserbeckeneinheiten. Das Projekt wurde in Kooperation mit dem UNHCR realisiert, welches das Krankenhaus mit Equipment für die Wäscherei versorgte.

In Bachmut (Donezker Oblast) profitieren 30 Personen des medizinischen Personals und 120 Patient*innen pro Monat von der Teilsanierung von Sanitärbereichen für medizinisches Personal und Sanierungen in den Zimmer für Covid-19-Patient*innen sowie der zwei Behandlungsstationen für Covid-19.

Vieles wurde auch in dem Stadtkrankenhaus Sjewjerodonezk (Luhansk Oblast) getan: Alu-Innentüren für Trennung von Strömen der Mitarbeiter*innen und Patient*innen wurden installiert. Zudem wurde Sonderbehälter zum Austausch von Lebensmitteln und Medikamenten für die Covid-19-Abteilung bereitgestellt.

In dem Stadtkrankenhaus Starobilsk (Luhansk Oblast) sind jetzt die 16 ärztlichen Mitarbeiter*innen der Infektionsabteilung, wo im ersten Quartal 2021 noch 155 Patient*innen mit Covid-19 Lungenentzündungen behandelt wurden, sicherer dank der eingeführten Zonierung, die die Ströme von medizinischem Personal und Patient*innen trennt. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit und Verhinderung der Infektionsverbreitung.

Ähnliche Änderungen wurden auch in der Infektionsabteilung des Krankenhaus in Bilowodsk (Luhansk Oblast) vorgenommen. Im Zentralkrankenhauses der Stadt Lyssytschansk profitieren die Patiet*innen von der Renovierungen der zwei Empfangsbereichen der Infektionsstation. So können Patient*innen mit Covid-19 Verdacht effektiver von anderen Patient*innen getrennt werden.

Zu guter Letzt wurde das Krankenhaus in Rubischne teilsaniert. Hier wurde der Behandlungsraum der Sterilisationsabteilung modernisiert, wo auch medizinische Ausrüstung gegen Covid-19 gereinigt wird.

Neue Türen im zentralen Infektionskrankenhaus in Kostjantyniwka

Wäscherei im Stadtkrankenhaus in Wolnowacha renoviert

Covid-19 Behandlungsstationen in Bachmuter Krankenhaus renoviert

Diese Sanierungen sind Teil unseres Beitrages zur Stabilisierung der schwierigen Situation, in der sich das Gesundheitssystem der Region befindet. Die Lage wird vom andauernden Konflikt beeinträchtig und der laufenden Reformprozessen und derzeitigen Covid-19-Pandemie erschwert. Dank unserer Unterstützung wird das medizinische Personal vor Ort besser geschützt und besser in der Lage sein, ihre Patient*innen zu betreuen. Die Patient*innen profitieren dabei unmittelbar von den besserer Ausstattung und den Bedingungen in den Krankenhäusern.

Zu diesem Zweck setzen wir unsere Unterstützung fort und planen schon weitere Sanierungen in anderen Krankenhäusern der Region. Als nächste an der Reihe sind Krankenhäuser in Dobropilljia (Oblast Donezk) und Lyman (Oblast Luhansk). Dort planen wir, die institutionelle Kapazität zur Bereitstellung medizinischer Dienstleistungen für die Einheimischen deutlich zu stärken. 

Außerdem unterstützen wir mit punktuellen Infrastrukturmaßnahmen kleine Gesundheits- und Sozialeinrichtungen in ländlichen Gebieten durch lokale Nichtregierungsorganisationen. Die Hilfe verläuft durch den Einsatz. Im Allgemeinen haben wir neben den 12 abgeschlossenen an zwei Standorten mit Bauarbeiten begonnen und planen, in diesem Jahr mit fünf weiteren Standorten zu beginnen.