Die Stadt München, unterstützt den kommunalen Katastrophenschutz ihrer Partnerstadt Kiew. Die sechs Fahrzeuge, die Tobias Schrader von der Deutschen Botschaft im Namen der Stadt München in der Feuerwache 25 im Norden Kiews an Bürgermeister Klitschko von der Stadt Kiew übergab, sollen nach Unfällen zur Rettung von Verschütteten und Verletzten eingesetzt werden.

Bei den Fahrzeugen handelt es sich um drei dringend benötigte Rüstfahrzeuge sowie zwei Drehleitern und einen hydraulischen Rettungsarm. Sie werden im Katastrophenfall und bei Grossschadenlagen in Kiew zum Einsatz kommen. In den Fahrzeugen befinden sich unter anderem Betonsägen, ein Geophon zur Ortung Verschütteter, eine Drohne, ein Spektrometer sowie hydraulische Rettungsgeräte.

„Mittel- und langfristig sollten die ukrainischen Akteure, die im Katastrophenschutz tätig sind, in der Lage sein, aus eigener Kraft Schutz und Hilfe der Bevölkerung zu gewährleisten. Deutschland unterstützt die bisherigen Anstrengungen daher sowohl mit Fahrzeugen und Ausrüstung als auch Beratungen und nötigen Schulungen ihres Personals“, sagte Tobias Schrader, zuständig an der Botschaft Kiew für wirtschaftliche Zusammenarbeit. „Die Fahrzeuge, die auf ausdrücklichen Wunsch der Stadt Kiew angeschafft wurden, sind ein großer Schritt in diese Richtung.“

„Es ist wichtig für uns, die Zusammenarbeit mit den ukrainischen Gemeinden fortzuführen und sie dabei zu unterstützen, auf Notfälle besser reagieren zu können. Wir sind davon überzeugt, dass sowohl die Rettungskräfte als auch die lokale Bevölkerung von den modernen Feuerwehrfahrzeugen und die dazugehörige Ausrüstung profitieren. Sie helfen nicht nur Notfallsituationen besser zu bewältigen, sondern retten auch Leben“, sagt Christian Poschmann, Leiter des GIZ-Projekts „Stärkung des ukrainischen Katastrophenschutzes“.

Die GIZ fördert im Auftrag der deutschen Bundesregierung alle maßgeblichen Akteure des ukrainischen Katastrophenschutzes. Seit 2015 wird die staatliche Agentur für Notfallmanagement DSNS und das ukrainische Rote Kreuz unterstützt: 150 Einheiten in 120 Kommunen mit neuer Ausrüstung ausgestattet werden: Unter anderem gingen 2000 Atemschutzgeräte, 5500 Vollgesichtsmasken, 4100 persönliche Schutzanzüge, 240 Kilometer Feuerwehrschlauch, 50 Wasserpumpen, 60 Tonnen Schaumlöschmittel, 12 robuste Krankenwagen, 37 Vorausrüstfahrzeuge und jeweils 3500 Paar Feuerwehrhandschuhe, Feuerwehrstiefel und Helme an die Partner. In ca. 50 Schulungen, Übungen und auf Delegationsreisen lernten seit Projektbeginn rund 1000 Einsatzkräfte mehr über Ortung von Verletzten, den Umgang mit modernem Rettungsgerät, Notfallmedizin und den Einsatz von Rettungs- und Therapiehunden oder Höhenrettung.

Und das Wichtigste: Durch den Einsatz der technischen Ausrüstung und Beratung ist die Gefahr gesundheitlicher Schäden für die Einsatzkräfte deutlich gesunken. Auch die Anzahl der Brandopfer konnte seit Beginn des Projektes um 30 Prozent gesenkt werden.