Hundetherapie wird seit vielen Jahren an vielen Orten der Welt angewendet, um Kinder, älteren Menschen, Patienten in Krankenhäusern und anderen hilfsbedürftigen Menschen zu helfen. Die Hunde bieten Trost und Liebe für schutzbedürftige Personen, einschließlich jener mit Angststörungen und Autismus. Mit Hilfe von Hunden werden Kinder offener und kontaktfreudiger, selbstbewusster und mutiger. In der Ukraine wurde die Hundetherapie erst jüngst eingeführt, als der Bedarf an psychologischer Unterstützung wegen des Konflikts im Osten des Landes beträchtlich zunahm. Die Menschen und insbesondere die Kinder, die aus dem Konfliktgebiet geflohen waren, fanden sich in einer schwierigen Lage, weil sie nicht nur ihre Häuser verloren haben, sondern sich auch an ihre neue Umgebung anpassen mussten. In diesem Zusammenhang hat die GIZ die Initiative zur Einführung dieses Ansatzes ergriffen, vor allem in den Gebieten mit einer großen Zahl von Binnenvertriebenen in der Ostukraine.

Hundetherapie bedeutet gemeinsame Anstrengungen. Sie beinhaltet die Arbeit mit Psychologen, Hundeführer*innen und speziell ausgebildeten Hunden, die für die Therapie eingesetzt werden. Aus diesem Grund wurde eine Reihe von Trainings für Psychologen zur Hundetherapie, sowie zur Kinderpsychologie und zu psychischen Erkrankungen durchgeführt. Die Trainings waren für die Hundeführer*innen und ihre Hunde am intensivsten, weil sie sich mit allen Aspekten des Themas vertraut machen mussten. Nach jedem Training mussten sie eine Prüfung ablegen, um für die Durchführung der Therapie zertifiziert zu werden. Um den Ansatz zu verbreitern, wurden die ersten Hundeführer*innen selbst zu Trainer*innen weitergebildet, so dass noch mehr Menschen von der Hundetherapie profitieren können.

„Für Hilary (ein ausgebildeter Hund) und mich ist Hundetherapie nicht nur ein Hobby, sondern eine Verpflichtung. Mit unserer Arbeit in Kinderheimen und psychiatrischen Kliniken zeigen wir, wie wirksam diese Methode ist, und, was eigentlich am wichtigsten ist, wie glücklich die Kinder beim Knuddeln und Spielen mit den Hunden sind“, so Elena Lachno, die Hundeführerin.

Die Hundeführer*innen und Psychologen, gemeinsam mit den ausgebildeten Hunden, haben schon mehr als 640 Therapiesitzungen im Osten der Ukraine durchgeführt. Mehr als 1000 Kinder und ihre Familien haben bereits davon profitiert, und die Zahl wächst weiter. 28 Hundeführer*innen mit ihren Hunden, wie auch 41 Psychologen, die speziell dafür ausgebildet wurden, führen jetzt nicht nur Hundetherapiebehandlungen durch, sondern präsentieren den Ansatz jetzt auch bei wissenschaftlichen Konferenzen in der Ukraine und in anderen Ländern, in der Hoffnung, dass noch mehr Menschen davon profitieren können.