Am 11. April wurde in der Stadt Berdjansk im Osten der Ukraine ein Krisenzentrum für die Opfer häuslicher Gewalt eröffnet. Das Zentrum wurde mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Kooperation mit dem Stadtrat von Berdjansk, dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) und dem Ministerium für Sozialpolitik der Ukraine saniert und ausgestattet.

Die Arbeit der Zufluchtsstätte für Opfer häuslicher Gewalt in der Stadt Berdjansk begann bereits im März 2017 in provisorischen Räumlichkeiten. Seitdem haben hier 74 Frauen und 89 Kinder Unterstützung erhalten. Jetzt können in dem Zentrum bis zu 12 Frauen mit Kindern gleichzeitig unterbracht werden. Hier haben die Betroffenen die Möglichkeit, psychologische, rechtliche und soziale Unterstützung zu erhalten, und über ihr weiteres Leben zu entscheiden.

Die stellvertretende Ministerin für Sozialpolitik Natalija Fedorowytsch betonte während der Eröffnungsveranstaltung: „Die Zufluchtsstätte wird ein Ort des Schutzes von Frauen und Kindern sein, die Opfer häuslicher Gewalt sind. Solche Zufluchtsstätten sollten in allen Städten der Ukraine errichtet werden.“

GIZ-Projektleiter Alexander Otto ergänzte: „Die Unterstützung von Opfern häuslicher Gewalt bedarf sehr enger und guter Zusammenarbeit und Kooperation sowohl von staatlichen als auch Nichtregierungsorganisationen. Dieses Projekt hat gut veranschaulicht, was man mit guter Zusammenarbeit und Kooperation alles erreichen kann“.

Wolfgang Mössinger, der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Donezk/Dienstsitz Dnipro betonte, dass die Schaffung des Frauenhauses eine Ergänzung der Projekte ist, die in der Stadt Berdjansk bereits umgesetzt wurden und die zurzeit noch implementiert werden.

Im vergangenen Jahr wurde ein ähnliches Frauenhaus in der Stadt Krywyj Rih eröffnet.