In den vergangenen Jahren hat die GIZ eine Riehe von Maßnahmen umgesetzt, um das Gesundheitssystem in der Ukraine zu stärken. Kliniken und medizinische Einrichtungen in den fünf Regionen der Ostukraine wurden mit Mitteln in Höhe von mehr als 9,6 Mio. EUR für Bauleistungen (8 Mio. EUR) und die Beschaffung von Gütern (1,6 Mio. EUR) unterstützt. Mehr als 40 Schulungen zur Verbesserung der beruflichen Fähigkeiten von Ärzten und Krankenschwestern wurden durchgeführt.

11 Krankenhäuser in der Ostukraine, die jetzt von der Regierung als CoVid-19-Behandlungseinrichtungen definiert wurden – wurden mit Leistungen in Höhe von 1,08 Mio. EUR unterstützt, davon 950.000 EUR für den Bau und 120.000 EUR für die Beschaffung.

Grundsätzlich stärken alle medizinischen Diagnose-, Notfallgeräte und medizinischen Möbel die medizinische Infrastruktur in Zeiten der Pandemie, vor allem in ländlichen Gebieten. Der Gesamtwert spezifischer Interventionen, die medizinischen Einrichtungen in der Ostukraine bei der Behandlung von CoVid-19 Patienten nützlich sein sowie Geräte, die für C-19-Patienten verwendet werden können, liegt bei rund 450.000 EUR.

Dabei handelt es sich konkret um folgendes:

• Fast 200 Arzt- und Notfalltaschen für 18 medizinische Erstversorgungszentren in den Regionen Dnipro, Charkiw und Saporischschja wurden für mehr als 90.000 EUR beschafft.
• Mehr als 130 Betten für Krankenhäuser (mit Matratzen und Bettwäsche), einschließlich multifunktionaler Patientenbetten, wurden für 180.000 EUR beschafft.
• Mehr als 70 Kühlschränke (einschließlich pharmazeutischer Kühlschränke) für Krankenhäuser und medizinische Erstversorgungszentren wurden für 15.000 EUR beschafft.
• Mehr als 200 Einheiten Sterilisationsartikel (Desinfektionslampen, Dampfsterilisatoren, Desinfektionstanks, Dispenser, bakterizide Bestrahlungsgeräte) wurden für einen Gesamtbetrag von 32.000 EUR beschafft.
• Defibrillatoren, Elektrokardiographen und Herzmonitore (mehr als 30 Einheiten) im Gesamtwert von 45.000 EUR.
• 3 Ultraschalldiagnostiksysteme für Krankenhäuser in Slowjansk und Saporischschja mit einem Gesamtwert von über 85.000 EUR.
• Mehr als 20 fetale Doppler im Gesamtwert von 3.000 EUR.
• Spritzenpumpen im Wert von 1.500 EUR.

Zudem gibt es eine praktische Leitlinie für die Organisation der Arbeit von primären Gesundheitszentren inmitten einer Pandemie, die die Themen der Raumordnung und Besonderheiten des Personalmanagements in Krisensituationen, persönliche Schutzausrüstung, Desinfektion, Kommunikation mit der Öffentlichkeit, Zusammenarbeit mit Krankenhäusern, lokalen Behörden, Zusammenarbeit mit lokalen Handelsunternehmen, Pflege von Statistiken umfasst.

Auch für die besonders gefährdeten Risikogruppen höheren Alters gibt es hilfreiche Unterstützung. 30 Sauerstoffkonzentratoren wurden Altenpflegezentren zur Verfügung gestellt. Die Einrichtungen nutzen die Geräte für ihre eigenen Patienten und/oder sind bereit, diese wichtige Ausrüstung den örtlichen Krankenhäusern zur Unterstützung der Patienten mit milderem Verlauf zur Verfügung zu stellen.

Zudem stehen Videoanweisungen zur Durchführung einer korrekten Desinfektion von bettlägrigen Patienten allen Gesundheitseinrichtungen sowie Privatpersonen zur Verfügung (als Teil der Videoinstruktionen zur Pflege von bettlägerigen Patienten).

Hilfreich sind schließlich auch die Maßnahmen zur Kapazitätsentwicklung, die zum besseren Funktionieren der Gesundheitseinrichtungen in Zeiten der Pandemie beitragen:

• Schulungen zu den Managementfähigkeiten von Chefärzten bei der Organisation geeigneter Prozesse in ihren Einrichtungen mit 220 Teilnehmern
• Schulungen zur Notfallhilfe (fortgeschrittene Lebenshilfe) für 917 medizinische Fachkräfte
• 3 Krankenhäuser haben Projekte zur besseren Infektionsbekämpfung durchgeführt
• Schulungen zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten für 238 Teilnehmer