Der staatliche Rettungsdienst der Ukraine (DSNS) ist dafür verantwortlich, Notfälle zu verhindern und die Bevölkerung vor ihren Folgen zu schützen. Allerdings können die Retter aufgrund mangelnder Ressourcen, schlechter Ausstattung und veralteten Organisationsstrukturen nicht immer schnell genug auf Notfälle reagieren. Dies führt zu einer hohen Zahl von Opfern, die durch Brände, Autounfälle und andere Unglücke ums Leben kommen. Und es bringt auch die Rettungskräfte selbst in Gefahr. Zudem hat sich die Bevölkerung in den von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebieten infolge des Konflikts im Osten der Ukraine deutlich erhöht, was eine weitere Herausforderung für die Retter darstellt.

Unter Berücksichtigung der Bedürfnisse ukrainischen Rettungsdienste unterstützt die GIZ im Auftrag der Bundesregierung die Stärkung ihrer Kapazitäten. Eines der Haupteinsatzgebiete ist die Bereitstellung von so genannten „rapid intervention vehicles“, also schnellen Einsatzfahrzeugen (RIV). Sie werden bei Verkehrsunfällen eingesetzt und sind speziell für den ukrainischen Rettungsdienst konzipiert. Die Autos sind kompakt und manövrierfähig. Sie ermöglichen es den Rettungsteams, schnellstmöglich nach Eingang des Notrufs an den Unfallort zu gelangen. Die Fahrzeuge sind mit Feuerlöschern, Erste-Hilfe-Kits, Defibrillatoren und Hydraulikwerkzeugen ausgestattet, um Menschen befreien zu können, die in einem zerstörten Fahrzeug gefangen sind. Darüber hinaus wurden die Besatzungen der Fahrzeuge medizinisch weitergebildet, um kompetent erste Hilfe am Unfallort leisten zu können. All das macht die Arbeit der Retter effektiver und hilft ihnen, Menschen zu retten oder ihren Zustand zu stabilisieren, bevor der Krankenwagen ankommt.

Rescue cars

Цей український винахід дійсно рятує життя. Крістіан Пошманн, керівник проекту, GIZ Ukraine, показує як саме. Diese eher kleine, original ukrainische Erfindung rettet Leben in großem Maßstab. Christian Poschmann, Teamleiter der GIZ Ukraine, zeigt wie.This rather small original Ukrainian invention saves lives on a big scale. Christian Poschmann, team leader, GIZ Ukraine, shows you how.Головне управління ДСНС України у м.Києві ДСНС України

Опубліковано GIZ: Perspectives for Eastern Ukraine Вівторок, 26 березня 2019 р.

 

„“Früher sind wir mit unseren großen und schweren Lastwagen trotz Blaulicht und Sirene im Verkehr stecken geblieben. Oft waren die Straßen für unsere großen schweren Lastwagen einfach zu eng. Mit den RIV erreichen wir die Unfallstellen viel schneller. Davon profitieren alleine hier 500.000 Menschen und es wird Hunderte von Leben retten“, so Wolodymyr Matrosow, stellvertretender Leiter von DSNS im Gebiet Saporischschja.

Die Unterstützung des ukrainischen Rettungsdienstes durch die GIZ beschränkt sich nicht allein auf die RIV. 150 Rettungseinheiten in 120 Gemeinden wurden mit modernen Schutzanzügen, Atemschutzgeräten sowie Hunderten Kilometern Feuerwehrschlauch ausgestattet. Die Retter werden in verschiedenen Trainings zu modernen Rettungstechniken, zur Nutzung neuer Ausrüstung, zur Rettungshundearbeit und vielen anderen Themen weitergebildet. All diese Aktivitäten führten bereits zu einer Senkung der Anzahl der Brandopfer um 30 Prozent.