Der Beginn des neuen Jahrzehnts markiert einen Wendepunkt in unserer Arbeit. Im Auftrag der Bundesregierung hat die GIZ in den vergangenen Jahren gemeinsam mit den ukrainischen Partnern in mehr als 100 Kommunen im Osten des Landes große Wirkung erzielt. Rund 95 Mio. EUR wurden in mehr als 1000 Aktivitäten investiert. Die GIZ hat mit ihren lokalen und internationalen Partnern dort Hilfe geleistet, wo sie am dringendsten benötigt wird und wo sie sowohl der lokalen Bevölkerung als auch den Binnenvertriebenen zugute kommt. Kindergärten und Schulen wurden renoviert, Dienstleistungen für Bürger verbessert, Jugendzentren eingerichtet, Feuerwehren ausgestattet. 6,8 Millionen Menschen haben bereits von dieser Arbeit profitiert, darunter 480.000 Binnenvertriebene.

Bisher wurden vier neue Projekte von der Bundesregierung in Auftrag gegeben. Der Schwerpunkt wird weiterhin auf der Verbesserung der Notfalldienste, der kommunalen Dienstleitungen, des Gesundheitswesens und der psychosozialen Unterstützung liegen. Drei der Projekte werden sich auf die von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebiete (GCA) der Oblaste Luhansk und Donezk konzentrieren.

Das vierte Projekt mit dem Titel „Stärkung der Ressourcen für die nachhaltige Entwicklung der Aufnahmegemeinschaften in der Ostukraine“ wird sicherstellen, dass die Unterstützung, die in den Oblasten Charkiw, Dnipro und Saporischschja geleistet wurde, nachhaltig vertieft wird. Ziel ist es, den Zugang zu Sozial- und Gesundheitsdiensten zu verbessern und diese Dienstleistungen bedarfsorientierter zu gestalten. Insbesondere die Sozial- und Gesundheitsdienste für mehr als 1 Million Menschen in etwa 20 Gemeinden in den drei genannten Regionen sollen verbessert werden. 1.500 Mitarbeiter sozialer und medizinischer Einrichtungen werden geschult.

Während sich die drei in GCA angesiedelten Projekte noch in der Planungsphase befinden, hat das vierte Projekt bereits eine Reihe von Kriterien für die Auswahl der Gemeinden entwickelt, mit denen es in den kommenden Jahren zusammenarbeiten wird:

 

  •  Engagement der IIPU im Gesundheits- und Sozialbereich im Rahmen des vorangegangenen Projekts
  • Umfang der bereits geleisteten Sanierungsarbeiten
  • Durchgeführte oder geplante Beteiligungsprozesse (um die Öffentlichkeit in kommunale Entscheidungsprozesse einzubeziehen)
  • durchgeführter oder geplanter Amalgamierungs-Prozess
  • Existenz anderer GIZ-Projekte/-initiativen (z.B. U-LEAD, ISU II usw.)
  • aktuelle Zahl der registrierten Binnenvertriebenen und anderer gefährdeter Gruppen/Prozentsatz in Bezug auf die lokale Bevölkerung
  • Bereitschaft, die Arbeitszeit des Personals der Kommune und kommunalen Unternehmen für Aktivitäten im Rahmen der Zusammenarbeit in den nächsten 3 Jahren beizusteuern
  • Bereitschaft zur Kofinanzierung von Aktivitäten im Rahmen der Zusammenarbeit in den nächsten drei Jahren
  • Offenheit für Verbesserungen und Änderungen von (administrativen, operativen, etc.) Funktionen und Prozessen
  • Anwesenheit anderer Geber