Als die Covid-19-Pandemie die Ukraine im Frühling 2020 traf, hat unser Programm seine Arbeit schnell angepasst, um unseren Partner*innen in der Ostukrainerasch Hilfe leisten zu können. Unsere Unterstützung zielte vor allem darauf ab, unsere Partner*innen zu schützen, sodass medizinische Fachkräfte, Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen, Feuerwehrleute, Lehrkräfte oder Aktivist*innen der Zivilgesellschaft ihre wichtige Arbeit auch unter den neuen schwierigen Umständen fortsetzen konnten und können.

Die von uns geleistete Hilfe nahm viele Formen und Formate an: um den gefährdeten Gemeinden in den regierungskontrollierten Gebieten der Oblaste Luhansk und Donezk zu helfen, hat unser Projekt die Hausärzt*innen mit Ausrüstung beliefert, die es ihnen erlaubt, Patient*innen in abgelegenen, ländlichen Gebieten zu erreichen und zu behandeln.
Wir haben insbesondere kleine Gemeinden unterstützt, die keinen Zugang zu normalen Apotheken haben, indem wir die Nähmaschinen und Materialien für die lokalen Aktivist*innen geliefert haben. Diese stellten dann innerhalb von wenigen Wochen Zehntausende von wiederverwendbaren Masken her. Zusammen mit dem Ukrainischen Roten Kreuz haben wir älteren und behinderten Menschen  Masken, Hygienesets und Informationen zu Covid-19 bereitgestellt.

Andere Unterstützung für unsere fünf Oblaste im Osten beinhaltete Bereitstellung von Gesichtsmasken, Atemschutzgeräte, und persönlicher Schutzausrüstung. Im Rahmen von unserem Programm im Bereich Gesundheitswesen haben wir es geschafft, 12 Covid-19-Behandlungseinrichtungen schnell zu renovieren. Damit wurde das Infektionsrisiko dort reduziert und die Behandlungsmöglichkeiten verbessert. Dabei haben wir medizinische Ausrüstung, Desinfektionsgegenstände und medizinische Möbel für etwa 60 Krankenhäuser beschafft. Zum Höhepunkt der Pandemie Ende 2020 haben wir einen offenen Erfahrungsaustausch mit einem Arzt einer Intensivstation aus Deutschland durchgeführt, sodass sich die teilnehmenden Ärzt*innen aus der Ostukraine über Behandlungsmöglichkeiten austauschen konnten. Unsere Projekte haben ebenso zahlreiche Trainings angeboten, um den Fachleuten aus dem Bereich Gesundheit und Soziales, sowie Bildung dabei zu helfen, die Folgen der Pandemie, einschließlich des Lockdowns, besser bewältigen zu können.

 

Einige der wichtigsten Ergebnisse unserer Arbeit sind in der folgenden Infografik zusammengefasst.