Der Aufbau stärkerer Verbindungen zwischen Universitäten, Gemeinden, Sozialzentren und NGOs war das Hauptziel eines runden Tisches in Kramatorsk am 23. März

Das Projekt „Aufbau von Dienstleistungsstrukturen und Ausbildungskapazitäten zur psychosozialen Versorgung in der Ostukraine“ versammelte die verschiedenen Stakeholder, um gemeinsam herauszufinden, wie die Bereitstellung der dringend benötigten psychosozialen Unterstützung für Menschen in den Gebieten Luhansk und Donezk verbessert werden kann.

Die Verbesserung solcher Dienstleistungen kann nur gemeinsam erreicht werden – daher war das Projekt sehr froh, Teilnehmer aus den Hromads Nishneduwanska, Bilowodska und Tscherkaska begrüßen zu können, die einen näheren Einblick in die Bedürfnisse auf kommunaler Ebene gaben. Einen akademischen Beitrag zur Debatte lieferten die Pädagogische Staatsuniversität Donbas und die Nationale Universität Luhansk T. Schewtschenko. Um den Blick zu weiten, nahmen Mitarbeiter der staatlichen Sozialdienstleistungszentren beider Oblaste aktiv an der Diskussion teil; ebenso ein Teilnehmer unserer Partner-NGO „Vostok SOS“.

Im Rahmen des Runden Tisches gab Viktoriia Solowiowa, Leiterin des psychosozialen Rehabilitationszentrums in Pokrowsk, sehr wertvolle Einblicke in ihre Forschungen zum aktuellen universitären Lehrplan für Psychologen und Sozialarbeiter im Osten der Ukraine. In Anbetracht der ukrainischen Reformen zur Dezentralisierung und der Umstrukturierung des Sozialdienstleistungssystems als solches, könnten die Lehrmethoden und -inhalte an den Partneruniversitäten gemeinsam mit dem Projekt angepasst werden, um die Kapazitäten der Fachkräfte, die psychosoziale Unterstützung in den lokalen Gemeinden anbieten, zu verbessern und zu stärken.

Während der konstruktiven Diskussionen betonten die Projektpartner ihre Herausforderungen bei der Unterstützung verschiedener gefährdeter Gruppen, einschließlich der Binnenvertriebenen (IDPs), und die Herausforderung, in ländlichen Gebieten zu arbeiten. Die dringende Notwendigkeit, die Kapazitäten lokaler Psychologen aufzubauen, wurde hervorgehoben – zum Wohle der neu gegründeten, dezentralisierten Gemeinden. Neue Ideen für den Umgang mit der laufenden Reform der sozialen Dienste wurden entwickelt und werden im Rahmen des Projekts, das bis Dezember 2023 läuft, umgesetzt.

Sara Reith, Projektleiterin „Entwicklung von Servicestrukturen und Ausbildungskapazitäten für psychosoziale Unterstützung in der Ostukraine“

Oleksandr Woroschkow, Berater für Binnenvertriebene (IDPs) im Oblast Donezk, Vertreter des Donezker Zentrums für soziale Dienste

Iurij Balabolka, Leiter des Donezker Zentrums für soziale Dienste