Von GIZ in Partnerschaft mit einer lokalen Organisation „Charitable Fund „Vostok SOS“ initiiertes Projekt zur Ausbildung von Psychologen in der Ostukraine im Umgang mit psychischer Gesundheit und zur psychosozialen Unterstützung der lokalen Bevölkerung, insbesondere gefährdeter Gruppen

Der Konflikt im Osten der Ukraine hat zu einer Verschärfung der Probleme mit der psychischen Gesundheit der lokalen Bevölkerung geführt.

Infolgedessen erfordert das Gebiet mehr Aufmerksamkeit für die Bereitstellung qualitativ hochwertiger psychosozialer Unterstützung.

Darüber hinaus haben die COVID-19-Pandemie und die daraus resultierenden Quarantänemaßnahmen die ohnehin schwache wirtschaftliche Situation untergraben, die durch den andauernden Konflikt erschüttert wurde. Der Stress, die Spannung und die Angst kamen durch die Verstärkung der Quarantänemaßnahmen und die Selbstisolierung in die Familien. Viele Familien in den Oblasten Donezk und Luhansk (Ostukraine) sind stärker dem Risiko von Armut, sozialer Isolation, Diskriminierung und Marginalisierung ausgesetzt.

Die Verhinderung der sozialen Stigmatisierung der Bevölkerung der Region und insbesondere der gefährdeten Gruppen erfordert viele Ressourcen. Sie bedeutet eine zusätzliche Arbeitsbelastung für die örtlichen Sozialarbeiter*innen und Psycholog*innen.

Da die Zahl der Mitarbeiter in den lokalen Sozialdienstleistungszentren drastisch niedrig ist, zum Beispiel kann das Gemeindezentrum für Sozialdienste in Bilowodsk nur eine Fachkraft für die Arbeit mit 1 bis 3 Dörfern bereitstellen, ist die Arbeitsbelastung für eine Fachkraft einfach riesig. Die Situation wird durch die Entfernung zwischen den Dörfern noch erschwert. Jeder Besuch bedeutet zusätzlichen Stress für das Personal, was zu hoher Personalfluktuation und schnellem Burnout führt.

Zur Verbesserung dieser Situation und zur Unterstützung der sozialen Dienstleistungszentren in der Ostukraine haben wir ein Projekt zur Qualität und Sichtbarkeit der lokalen psychosozialen Unterstützung in den Gemeinden Bilowodsk und Nyschnja Duwanka initiiert.

Die Hauptziele der Initiative sind wie folgt:

  1. Wir werden lokale Fachleute für psychosoziale Unterstützung ausbilden und sie in neue Methoden im Bereich der psychischen Gesundheit und der psychosozialen Unterstützung einführen.
  2. Einzelpersonen und Institutionen werden lernen, wie man mobile Teams zur psychosozialen Unterstützung leitet, die auf lokaler Ebene tätig sein können.
  3. Wir wollen zeigen, wie das Konzept der psychischen Gesundheit und psychosozialen Unterstützung dazu beitragen kann, Gewalt, Konflikte und Stress in lokalen Gemeinden zu bewältigen.
  4. Durch die Förderung eines friedlichen und konstruktiven Dialogs zwischen verschiedenen Akteuren und Gemeindemitgliedern wollen wir einen gemeinsamen Ansatz zur Identifizierung und Lösung von Problemen im Bereich der psychosozialen Unterstützung finden.

Nach den Schulungen werden die Sozialarbeiter*innen und Psycholog*innen in der Lage sein, die erworbenen Fähigkeiten bei ihrer Arbeit umzusetzen und das Wissen mit anderen Fachleuten im Oblast zu teilen.

Wir hoffen, dass dieser Ansatz zur Verbesserung der sozialen Unterstützung in der Region beitragen wird.